Online-Bewertung für Makler bei Immobilienscout24

17.08.2012, 17:10 Uhr in Allgemein, Top-News

Online-Bewertung für Makler bei Immobilienscout24

CEO Ralf Robert Hundt

CEO and Founder - Ralf Robert Hundt

Nun ist es also so weit: Seit Sommer 2012 geht der Marktführer am deutschen Online-Immobilienmarkt einen aus der Sicht von manchen Kollegen gewagten Schritt und ermöglichen es den Kunden, ihren Immobilien-Makler online zu bewerten.

Als leidenschaftlicher Dienstleister sollte man kein Problem damit haben, jederzeit und überall öffentlich bewertet werden zu können. Im Gegenteil, hat man Freude an seiner Arbeit und erledigt diese aus Überzeugung, freut man sich sogar auf die Meinung der Klienten.

Was die Stirn vieler Kollegen in Falten wirft, ist allerdings die Sorge darum, dass man im Eifer des Gefechts jemandem den Parkplatz weggenommen haben könnte – und dass derjenige dann am selben Abend im Internet veröffentlicht, was für ein schlechter Makler man sei. Diese Fälle sind aus Facebook und anderen Social-Media-Plattformen hinlänglich bekannt.

Maklerbewertung bei IS24: Bewerten darf nur, wer Kontakt hatte

Dem hat Immoblienscout24 allerdings einen Riegel vorgeschoben. Bewerten dürfen nur Kunden, die tatsächlich im Zusammenhang mit einem Objekt persönlichen Kontakt zu einem Makler hatten. Außerdem beschränken sich die Möglichkeiten der Bewertung nur auf festgelegte Aspekte der Dienstleistung: Qualität der Exposés, Erreichbarkeit der Makler, Service-Qualität und Ähnliches. Ein Freitext ist aus dem beschriebenen Grunde nicht vorgesehen. Keiner möchte lesen: „Der Idiot hat während der gesamten Besichtigung mit meiner Frau geflirtet – und die ist auch noch darauf eingegangen!“

Mit den zu bewertenden Leistungsmerkmale versucht Immobilienscout24, die wichtigsten Parameter der Erwartungshaltung von Makler-Kunden abzudecken. Landläufig herrscht nach wie vor die Meinung: „Der zeigt uns eine halbe Stunde ein Haus und kassiert dafür eine fünfstellige Provision.“ Eine Bewertung, die jeden seriösen Immobilienmakler brüskiert – und das zu recht. Man sollte Leuten, die dieses Bild haben, einmal die Möglichkeit geben, den gesamten Prozess einer Immobilienvermarktung zu begleiten. Das würde das Verständnis für den Wert der Arbeit eines Maklers erheblich steigern.

Bei Reality-Soaps wie „Mieten, kaufen, wohnen“ auf VOX konzentriert sich das Interesse der Zuschauer leider nur darauf, wie durchgeknallt – politisch korrekt „besonders anspruchsvoll“ – manche Makler-Kunden sind. Hier achtet der Zuschauer jedoch nicht auf den Aufwand, den der Dienstleister betreibt.

Die Säulen des Erfolgs: Wissen, können, wollen

Mit der Online-Bewertung ist die Branche aufgerufen, sich selbst noch einmal kritisch zu prüfen und zu hinterfragen. Wie bei jeder Leistung, die erbracht wird, stützt sich der Erfolg eines Maklers doch auf die drei Kernfaktoren „Wissen“, „Können“ und „Wollen“. Wer viel weiß, hat nichts davon, wenn er es nicht auch umsetzen kann. Wer viel weiß und das auch umsetzen kann, hat nichts davon, wenn er nicht auch den absoluten Willen mitbringt, seine gesteckten Ziele zu erreichen. Man kann jederzeit das Pferd von der anderen Seite aufzäumen und sagen: „Wer nicht will, der braucht auch nichts zu wissen und zu können!“ So empfinden das die Kunden, so haben das während der Schulzeit die Lehrer empfunden und so empfinden das auch Trainer beim Sport im Zusammenhang mit ihren Athleten.

Nun, was ist denn das „Wollen“ bei einem Immobilienmakler? Was ist denn sein Ziel? Geld zu verdienen? Wenn das das Thema Nr. 1 ist hat er seinen Beruf verfehlt. Denn Kunden spüren es schnell, wenn sie nur eine Kuh sind, die gemolken werden soll.

Das Geheimnis des Erfolgs: Makeln aus Leidenschaft

Ein guter Makler ist zuallererst einmal ein Menschenfreund. Jemand, der Personen und ihren Lebensinhalt identifizieren kann. Jemand, der in die Rolle des Interessenten schlüpft und aus seinen Augen nach einer Wohnung oder einem Haus sucht. Das „Wollen“ eines Maklers reduziert sich darauf – auch wenn das viel zu romantisch klingen mag – Menschen glücklich(er) zu machen. Und im Umkehrschluss ist es dann auch so, dass Menschen für die Hilfe dabei glücklich zu werden, gerne Geld bezahlen. Das geht uns bei jedem Einkauf so, auch wenn wir im Schuhgeschäft, im Autohaus oder beim Lebensmittelhändler keinen zusätzlichen Berater brauchen.

Dass ein Makler korrekte Exposés erarbeitet, dass er für die Verkäufer (und natürlich die potenziellen Käufer) interessante Fotos, Filme oder Berichte über deren Objekt erstellt, dass er dafür sorgt, dass diese Informationen in der Fachpresse und im Internet vernünftig präsentiert werden – das muss als selbstverständlich angesehen werden. „Wissen“ und „Können“ spielen hier die zweite und dritte Geige, wenn es darum geht, Menschen glücklich zu machen.

Was die Kunden am Ende des Tages online bewerten werden, ist das „Wollen“, das sie bei ihrem Makler empfunden haben. Den unbedingten Willen, sie glücklich zu machen.

Maklerbewertung als Siegel guter Arbeit

Wie wird der Makler – noch einmal – gesehen? „Viel Geld kassieren für ein bisschen Wohnung zeigen“? Das kann man mit einem Profi-Fußballer vergleichen. Die Einnahmen eines Maklers sind ja (üblicher Weise) über die prozentuale Beteiligung ähnlich transparent wie bei den Ballkünstlern. Fans schimpfen bei schlechter Leistung ihrer Spieler über die „verdammten Millionäre“! Wenn ihre Mannschaft allerdings einen Titel holt, spielt deren Einkommen überhaupt keine Rolle mehr.

Aus der Sicht des Dienstleisters, Fußballer oder Maklers liegt hier eine ganz andere Motivation vor. Der Fußballer will kein Geld verdienen, der will Tore schießen, der will den Jubel seiner Mannschaft, der will den Jubel seiner Fans, der will seinen Namen groß auf den Titelseiten lesen. Dass er am Ende des Tages mit diesen Leistungen auch noch Geld verdient, ist für ihn die Sahne im Kaffee.

Ein Makler, der für den Jubel seiner Fans arbeitet, ist erfolgreich. Und der braucht sich nicht vor einer wie auch immer gearteten Bewertung fürchten. Ein Makler, der nachts nicht schlafen kann, weil er für die Familie Müller oder Schmidt noch kein passendes Objekt gefunden hat, der hat dann auch sein Geld dafür verdient, dass er doch noch erfolgreich war.

Und Familie Müller oder Schmidt wird nicht das Exposé bewerten oder die Besichtigung oder den Kaffee im Immobilien-Büro. Die werden bewerten, dass jemand sie glücklich gemacht hat. Also, liebe Makler, sagt „ja“ und seid dabei, wenn euer „Wollen“ Punkte macht!

Dieser Artikel wurde für die Blogseite von ImmobilienScout24 geschrieben.
Siehe hier >>> http://bit.ly/ImmobilienScout24


Über den Autor: Dipl. Betriebswirt Ralf Robert Hundt

Die Unternehmensgruppe Immobilien-Management Hundt wurde 1999 mit Sitz in Gelsenkirchen-Buer gegründet. Die vom Inhaber Ralf Robert Hundt geführte Unternehmensgruppe besteht heute aus drei Einzelfirmen, die sich schwerpunktmäßig mit der professionellen Vermarktung und Bewertung von Grundbesitz beschäftigen.

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